Dein Weg - dein Trainingsplan!

Im Rahmen meines Unterrichts definieren wir deine Ziele und sinnvolle Trainingsthemen. Ich begleite euch mit individuelle Lösungen und auf dich und dein Pferd zugeschnittenen Lernschritten auf dem Weg der Positiven Verstärkung!

Die Theorie zur Praxis in anschaulichen Grafiken

Mit strukturierten und lebendigen Arbeitsblättern veranschauliche ich grundlegende und innovative Aspekte und Möglichkeiten des Clickertrainings. Diese Trainingsgrafiken kannst du als Mindmap, Anleitung oder Inspiration für dein Training mit Positiver Verstärkung nutzen. So erhältst du nach und nach einen immer umfassenderen Überblick mit selbständig anwendbaren Details.

Wenn es CLICK macht...

Leben heisst Lernen.


Lernen zieht Veränderungen mit sich - und setzt diese voraus...

Um Veränderungen bei anderen zu erreichen, muss ich mich zuerst selbst verändern. 
Das Clickern bzw. die Kommunikation über positive Verstärkung hilft dabei, dies möglich zu machen: 

Mittels Click und Futter - und über eigene Verhaltensänderungen! - können wir unseren Pferden helfen, das Richtige zu tun. Auf diesem Weg wird immer wieder erforderlich sein, neu zu schauen: 

Was braucht mein Pferd, was brauche ich - um Verhalten verändern zu können...



Was Clickern für mich bedeutet



#Kommunikation 

 #Verständnis 

 #Persönlichkeitsentfaltung 

 #Trainingspartnerschaft

 #Beziehungsbooster

 #Gemeinsam_lernen... 


Und vieles mehr! 

Jemanden in seiner/ihrer Entwicklung zu bestärken und dadurch Ziele zu gemeinsamen Zielen zu machen und zu erreichen empfinde ich als unglaublich erfüllend und beglückend! 

Und ein "Nein" als ein "ich kann das noch nicht" zu akzeptieren - und sich daraufhin im eigenen Trainingsaufbau zu hinterfragen, kann zu einem fruchtbaren positiven Prozess werden! 

Denn wir entwickeln dadurch Flexibilität und die Fähigkeit, unzählige Lösungswege zu sehen, zu entwickeln und zu gehen. 


©Clickerlabor®/28.06.2021


Medical Training - Hufe


Gestern war der 1. Termin meines Mitfahrpraktikums bei meiner Hufbearbeiterin Julia.

Ich bin super glücklich über diese tolle Fortbildungs-Möglichkeit! Ich darf nun viele verschiedene Hufentwicklungen begleiten, indem ich zuschaue und bald vielleicht auch selbst praktisch unterstütze. 

Warum interessiert mich das so?

Einmal natürlich wegen meiner eigenen Pferde.
Aber zu einem ganz großen Teil auch als Ergänzung zu meiner Medical Trainer Ausbildung bei Nina Steigerwald:

In Praktikum lerne ich nicht nur viele verschiedene Hufsituationen kennen, sondern kann auch beobachten, wie meine Hufbeabeiterin arbeitet. 

Das erweitert meine Trainer-Tool-Box und gibt mir die Möglichkeit, Abläufe, Positionen und Handgriffe im Huf-Coaching noch bewusster und variabler einzusetzen.

Gerade beim Hufe geben und bearbeiten gibt es ja nicht selten gefährliche Widersetzlichkeiten vom Pferd, und so war ich für unsere letzte Pony-Kandidatin bereits vorgewarnt worden...

Was für ein Stress für Pferd und Mensch, wenn die Hinterhufe fliegen, aber ja unbedingt bearbeitet werden müssen! Aber so kam es dann gar nicht:

Unsere kleine Ponystute hat meine Frage "Kannst du stillstehen, wenn deine Hinterhufe hochgenommen werden?" innerhalb weniger Augenblicke mit "JA" beantworten können. Sie wurde zum 1. Mal in ihrem Leben geclickert und ihre Augen wurden ganz weich...

Beim Clickern können wir handeln, BEVOR es schwierig wird. Wir können Tieren helfen, das Richtige zu tun. Wir können Menschen dadurch das Leben erleichtern und das Bedürfnis nach harmonischer Kommunikation umsetzen.

Die junge Reitbeteiligung der Stute hat gestern ebenfalls zum 1. Mal kennengelernt, was Clickern ist. Sie hat die Verwandlung ihrer "zickigen"  Stute miterlebt und neu bewerten können, dass diese sehr klug ist, da sie sofort wiederholt, wofür es nur einmal ein winziges Stückchen Möhre gegeben hat.

Was für ein machtvolles Werkzeug das Clickern ist, war für alle Anwesenden gestern unübersehbar und berührend. Diese kleine Stute ist in diesem kurzen Moment aufgeblüht. Die Hufe waren innerhalb weniger Minuten gemacht. Ihre Menschen haben etwas Neues über Verhalten und Kommunikation mitgenommen. 

Für all dies clickere ich!

"Kommst du jetzt jedes Mal mit?" 
Gibt es ein schöneres Feedback als diese Frage einer jungen Reitbeteiligung, die ihr Pony liebt?

©Clickerlabor®/06.06.2021

Das Schwertwal-Phänomen

Amerikanische Tiertrainer um Bob Bailey und Keller Breland arbeiteten in den 1960er Jahren mit Delphinen im freien Meer und brachten den Tieren im Rahmen von Projekten der US-Navy hochbrisante spionage-taugliche Fertigkeiten bei. Sie mussten die Tiere zuverlässig dazu bringen, die Zusammenarbeit mit ihnen lohnenswert zu finden, um neue Tätigkeiten zu erlernen und diese wiederholt zu zeigen. Die Tiere wären sonst einfach weggeschwommen und hätten die Zusammenarbeit verweigert oder eingestellt. Selbst wenn die Meeressäuger in einem Becken eingegrenzt werden, könnte man das Erlernen und Zeigen von Kunststücken bei ihnen nicht forcieren.

Delphine und Orcas sind keine Fluchttiere. Ihr Lebensraum lässt keine Kontrolle ihres Verhaltens zu und mit ihren körperlichen Voraussetzungen sind sie uns Menschen ebenfalls weit überlegen. Die Art, wie die großen Raubtiere untereinander kommunizieren, würde keine Trainer*in auf die Idee bringen, sich ihnen gegenüber selbst wie eines zu verhalten. Es wäre sinnlos und lebensgefährlich. Kein Schwertwal ließe sich durch aversive Reize dazu bringen, aus dem Wasser zu springen, etwas zu apportieren oder sich um die eigene Achse zu drehen.

Delphintrainer*innen setzen daher von vornherein auf die operante Konditionierung und beeinflussen das Lernen ihrer Trainees mit Konsequenzen auf deren Verhalten. Strafe wäre zwar eine mögliche Konsequenz auf ein Verhalten, das nicht erwünscht ist. Sie wäre aber einerseits bei den imposanten Wasserbewohnern schwierig umzusetzen und würde andererseits nicht dazu führen, das erwünschte Verhalten zu erreichen. 

Mit Futter positiv bestärktes Verhalten hingegen wird von den Walen gerne wieder gezeigt. Denn alle Lebewesen verhalten sich grundsätzlich so, dass es nach Möglichkeit zu angenehmen und vorteilhaften Konsequenzen für sie führt. So zeigt der Schwertwal das Verhalten, für das er einen Fisch bekommt und die Tiertrainer*in clickert, da sie auf diese Art und Weise am schnellsten und erfolgreichsten zum Ziel kommt.

„Clickern“ bedeutet, ein gewünschtes Verhalten durch das Hinzufügen von etwas Angenehmen für das Tier sehr attraktiv zu machen. Es wird „positiv bestärkt“ und dadurch veranlasst, genau dieses Verhalten zu wiederholen. Dem Tier hilft es bei dieser Methode sehr, den exakten Moment des Verhaltens zu erkennen, das gezeigt werden soll. Dafür wird der Clicker eingesetzt, dessen Geräusch den folgenden Verstärker ankündigt.

Ein Tier wie der Schwertwal, der sich nicht zwingen oder strafen lässt, wird neue Verhaltensweisen nur durch Vorteile erlernen, die sie ihm einbringen. Ließen sich da nicht erst recht alle anderen Tiere so trainieren, als seien sie ein Schwertwal?



©Clickerlabor®/11.3.2021